Sportbootführerschein in Ludwigshafen: Ein Prüfungssamstag am Kiefweiher

Sportbootführerschein Prüfung Ludwigshafen

Samstag, 29. August. Prüfungstag am Kiefweiher in Ludwigshafen.

15 Prüflinge, ordentlich Wind und eine Fahrlehrerin, die vermutlich schon seit Tagen nervöser war als alle zusammen. 🙈😅

Ich gebe es zu: In der Woche vor einer Prüfung bin ich nicht unbedingt der entspannteste Mensch.

Man hat wochenlang zusammen gelernt, Knoten geübt, Manöver gefahren, angelegt, abgelegt, aufgestoppt und die Boje beim Mensch-über-Bord-Manöver eingesammelt. Ich weiß bei jedem meiner Fahrschüler ziemlich genau, was super sitzt – und bei welchem Manöver wir vielleicht die eine oder andere Extrarunde gedreht haben.

Und dann ist plötzlich Prüfungstag.

Eigentlich weiß ich ja, was meine Schüler können und dass wir genug geübt haben. Das hält mich allerdings nicht davon ab, in der Woche vor der Prüfung trotzdem ein kleines nervliches Wrack zu sein. 🙈😅

Am Ende bleibt nur: noch einmal durchatmen, den Wind im Auge behalten – und hoffen, dass genau das, was in den Fahrstunden funktioniert hat, auch in der Prüfung sitzt.

Prüflinge beim Sportbootführerschein-Prüfungstag am Kiefweiher in Ludwigshafen

15 Prüflinge – aber nicht für alle stand noch alles auf dem Programm

Zwei meiner Prüflinge hatten sich entschieden, die Reihenfolge ein bisschen umzudrehen. Sie hatten ihre praktische Prüfung bereits einen Monat vorher abgelegt – und erfolgreich bestanden.

Für die beiden stand an diesem Samstag also nur noch die Theorie auf dem Programm.

Für die anderen 13 wurde es dagegen auch auf dem Wasser ernst.

Und das Wetter hatte beschlossen, uns die Sache nicht ganz so einfach zu machen.

Erst mal schauen, was der Wind heute so vorhat

Dass es am Prüfungstag windig werden würde, hatte sich schon vorher angekündigt.

Und genau deshalb wollte ich meine Schüler nicht einfach in die praktische Prüfung schicken, ohne dass sie vorher einmal gespürt hatten, wie sich das Boot unter den aktuellen Bedingungen verhält.

Also ging es gegen 11 Uhr noch einmal aufs Wasser.

Ich bin mit jedem der 13 Prüflinge noch einmal gefahren.

Keine große Last-Minute-Fahrstunde und kein hektisches „Wir müssen jetzt noch schnell alles lernen“. Dafür wäre es sowieso zu spät gewesen. 😄

Es ging einfach darum, noch einmal ein Gefühl für diesen Tag zu bekommen:

Woher kommt der Wind? Wie stark versetzt er das Boot? Was bedeutet das beim Anlegen? Wie reagiert das Boot beim Aufstoppen? Und wie verändert sich das Mensch-über-Bord-Manöver?

Denn genau das ist Bootfahren.

Ein Manöver kann bei ruhigem Wetter wunderbar funktionieren – und mit Wind sieht die Sache plötzlich schon ein bisschen anders aus.

Umso wichtiger war mir, dass alle vor der Prüfung einmal selbst erlebt hatten, mit welchen Bedingungen sie es an diesem Tag zu tun bekommen würden.

Danach konnte ich nicht mehr viel tun.

Außer mitfiebern. 😅

Ausbildungsboot von Ahoi & Tschüss für den Sportbootführerschein in Ludwigshafen

Während ich auf dem Wasser war, lief an Land alles weiter

Zum Glück musste ich mich an diesem Tag nicht gleichzeitig um alles kümmern.

Meine beste Freundin war mit dabei und hat mir ordentlich den Rücken freigehalten. ❤️

Während ich mit den Prüflingen auf dem Wasser unterwegs war, hat sie auf dem Platz für Ordnung gesorgt, sich um die Wartenden gekümmert und geschaut, dass alles läuft.

Denn auch an Land war einiges vorbereitet:

Die Knotenbretter und Leinen lagen bereit, es gab Sitzgelegenheiten für die Wartezeit und natürlich standen auch kühle Getränke bereit.

Schließlich ist man vor einer Prüfung schon nervös genug. Da muss man nicht auch noch durstig irgendwo herumstehen. 😄

So ein Prüfungstag ist eben doch ein kleines Gemeinschaftsprojekt.

Und ich war an diesem Samstag ziemlich froh, jemanden an meiner Seite zu haben, der mir den Rücken freihält.

Knoten üben für die Sportbootführerschein-Prüfung in Ludwigshafen

Und dann wurde aus Üben plötzlich Prüfung

Um 12 Uhr war der Prüfer da.

Und dann ging es los.

Einer nach dem anderen musste aufs Boot und zeigen, was wir in den vergangenen Fahrstunden geübt hatten.

Als Fahrlehrerin ist das übrigens eine ziemlich merkwürdige Situation.

Man fährt die Prüfung nicht selbst. Man kann nichts mehr korrigieren. Man kann nicht noch einmal sagen: „Mach langsam“, „Denk an den Wind“ oder „Probier es einfach noch einmal“.

Man kann eigentlich nur noch zuschauen und bei jedem Einzelnen innerlich denken:

Komm. Du kannst das.

Und wahrscheinlich war ich dabei mindestens genauso angespannt wie die Leute auf dem Boot. 😂

Dominique von Ahoi & Tschüss im Gespräch am Prüfungstag am Kiefweiher

12 von 13 haben die praktische Prüfung bestanden 🎉

Dann kamen nach und nach die Ergebnisse.

Von den 13 Prüflingen, die an diesem Samstag ihre praktische Prüfung abgelegt haben, haben 12 bestanden.

Und gerade bei den windigen Bedingungen habe ich mich darüber riesig gefreut.

Für einen Teilnehmer hat es diesmal leider noch nicht ganz gereicht. Ausgerechnet beim Mensch-über-Bord-Manöver lief es unter Prüfungsbedingungen nicht so, wie wir es aus den Fahrstunden kannten.

Ärgerlich? Natürlich.

Aber auch das gehört zu einer echten Prüfung dazu.

Manchmal läuft ein Manöver, das vorher funktioniert hat, ausgerechnet in diesem einen entscheidenden Moment nicht so, wie man es sich gewünscht hätte.

Die gute Nachricht:

Die Theorie ist geschafft. Jetzt fehlt nur noch die Praxis – und die holen wir beim nächsten Mal nach. 💪⚓

Motorboot für die praktische Bootsausbildung am Kiefweiher in Ludwigshafen

Theorie? 15 von 15! 🎉

Denn bei der Theorie gab es an diesem Samstag ausschließlich gute Nachrichten:

Alle 15 haben bestanden.

Damit war für 14 meiner Prüflinge am Ende alles komplett geschafft.

Zwölf hatten an diesem Samstag Theorie und Praxis erfolgreich hinter sich gebracht. Zwei weitere konnten nach der bestandenen Theorie ebenfalls einen Haken hinter ihren Sportbootführerschein machen, weil sie ihre praktische Prüfung bereits einen Monat vorher bestanden hatten.

Und bei einem fehlt jetzt eben noch ein kleines Stück.

15 bestandene Theorieprüfungen.

14 komplett bestandene Prüfungen.

Und einmal heißt es: Praxis noch mal – dann klappt das auch.

Ich finde, das kann sich sehen lassen. 😄⚓

Und nach eineinhalb Stunden war plötzlich alles vorbei

Das Verrückte an Prüfungstagen ist:

Vorher macht man sich tagelang Gedanken.

Wie wird das Wetter? Wie wird der Wind? Sind alle gut vorbereitet? Klappt organisatorisch alles? Habe ich wirklich an alles gedacht?

Ich war die ganze Woche vor diesem Samstag jedenfalls ein kleines nervliches Wrack. 🙈😂

Und dann beginnt die Prüfung – und plötzlich geht alles ganz schnell.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden waren alle durch.

Die Anspannung fiel ab, wir machten noch unser gemeinsames Gruppenfoto am Wasser und dann durfte natürlich auch ein bisschen angestoßen werden. 🥂⚓

Und als wäre das nicht schon schön genug, wurde ich anschließend auch noch überrascht.

Mit Blumen. Bier. Und Schokolade. 😂❤️

Meine Schüler kennen mich offenbar ziemlich gut.

Spätestens da war dann auch meine Nervosität der vergangenen Woche vergessen.

14 komplett bestandene Prüfungen, viele erleichterte Gesichter – und eine ziemlich glückliche Fahrlehrerin.

So darf ein Prüfungssamstag gerne enden.

Dominique mit Blumen nach der Sportbootführerschein-Prüfung in Ludwigshafen

Warum mir die Fahrstunden vor der Prüfung so wichtig sind

Natürlich freue ich mich riesig, wenn meine Schüler ihre Prüfung bestehen.

Aber mein Ziel während der Ausbildung ist nicht, ein paar Manöver gerade oft genug zu wiederholen, damit sie einmal vor dem Prüfer funktionieren.

Ich möchte, dass meine Fahrschüler ein Gefühl fürs Boot bekommen.

Dass sie merken, was Wind verändert. Dass sie verstehen, warum ein Manöver heute vielleicht anders gefahren werden muss als gestern. Und dass sie nach bestandener Prüfung nicht mit ihrem Führerschein am Steg stehen und denken:

„Super. Den Schein habe ich – aber alleine fahren möchte ich lieber noch nicht.“

Genau deshalb sind bei Ahoi & Tschüss die benötigten Fahrstunden bis zur ersten praktischen Prüfung bereits im Kurspreis enthalten.

Manche brauchen etwas weniger Übung. Andere etwas mehr.

Das ist völlig okay.

Entscheidend ist für mich nicht, wie viele Fahrstunden jemand gebraucht hat.

Entscheidend ist, dass man sich vorbereitet fühlt.

Denn am Ende soll nicht nur die Prüfung funktionieren.

Das Bootfahren danach soll es auch.

Sportbootführerschein in Ludwigshafen – geschafft! ⚓

An meine 14 frischgebackenen Sportbootführerschein-Inhaber:

Herzlichen Glückwunsch! ❤️

Es hat riesigen Spaß gemacht, euch auf dem Weg dorthin zu begleiten. Ich wünsche euch viele großartige Stunden auf dem Wasser, schöne Touren und möglichst wenige Anlegemanöver mit unerwartet großem Publikum am Steg. 😄

Und vielleicht begegnen wir uns irgendwann alle wieder auf dem Rhein.

Dann allerdings nicht mehr mit mir als Fahrlehrerin daneben.

Sondern mit euch selbst am Steuer. ❤️⚓

Du hast auch Bock auf Boot?

Bei Ahoi & Tschüss in Ludwigshafen kannst du deinen Sportbootführerschein Binnen, See oder beide Führerscheine kombiniert machen – mit kleinen Gruppen, persönlicher Begleitung und den benötigten Fahrstunden bis zur ersten praktischen Prüfung inklusive.

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